Tipps zum Katzenkauf

Nichts ist einfacher, als der Versuchung nachzugeben und binnen kurzer Zeit frisch gebackene Katzenmutter oder -vater zu sein.

Jeder Interessierte und somit potentielle Katzenbesitzer muss sich allerdings bereits vor der Anschaffung verschiedene Gedanken machen. So zum Beispiel Gedanken darüber, wie alt sein Kätzchen werden kann, welche Kosten auf ihn zukommen (können) und wie der kleine Schmuser in der Urlaubszeit betreut und untergebracht werden soll und ganz wichtig „habe ich eigentlich genügend Zeit, mich ausreichend um den neuen Hausgenossen zu kümmern ?“ Eine Katze ist ein Lebewesen, ein Geschöpf, das fühlen vielleicht sogar auch „denken“ kann und das bei guter Haltung und Pflege durchaus ein Alter von bis zu 15 oder 20 Jahren erreichen kann. Mit der Anschaffung einer Katze übernehmen Sie mithin auch eine erhebliche Verantwortung. Mit den Kosten für die Anschaffung (Schutzgebühr oder Kaufpreis ) ist es nicht getan. Die Tiere benötigen eine gewisse „Ausstattung“, regelmäßige Pflege, Ernährung und medizinische Betreuung . Die monatlichen Kosten betragen im Schnitt etwa 60,00 €.

Wenn Sie sich denn nun nach reiflicher Überlegung zum Schritt der Anschaffung entschlossen haben, haben Sie noch immer die Qual der Wahl, sei es nun, dass Sie sich für eine Katzenrasse entscheiden müssen oder für einen bestimmten Züchter oder auch „nur“ für ein bestimmtes Tier aus einem Wurf. Dann gibt es noch die Möglichkeit, seine Katze aus dem Tierheim zu holen um einer verstoßenen Kreatur eine neue Chance zu geben.

Ein von uns empfohlenes Tierheim in Graz ist der Landestierschutzverein Steiermark

Wichtig !! Wollen Sie sich für eine Katze aus dem Tierheim entscheiden, so sollten Sie bei Ihren Überlegungen berücksichtigen, das dort oft auch Tiere zu bekommen sind, die ohne genügenden menschlichen Kontakt aufgewachsen und entsprechend scheu sind. Sofern Sie also ein verschmustes Kuscheltier suchen, so ist eine solche Katze nur bedingt zu empfehlen. Zumindest sollten Sie sich darüber im klaren sein, dass in einem solchen Fall oft sehr viel Geduld und Zuwendung benötigt wird bis eine solche Katze Vertrauen fasst.

Auch wenn Sie sich Rat aus einem Tierheim holen, werden Sie vielleicht feststellen, dass solche Organisationen zwecks Eigennutzung meist negativ über Katzen- oder Hundezüchter sprechen. Es gibt leider natürlich auch gelegentlich schwarze Schafe, die die Katzen unter den schlechtesten Bedingungen aufwachsen lassen und aus reiner Profitgier an mitleidige Zeitgenossen verkaufen.

Durch einen solchen Kauf unterstützen Sie derartige Zustände. Ein evtl. etwas geringerer Kaufpreis wird sich bestenfalls in Form hoher Tierarztrechnungen bemerkbar machen und schlimmstenfalls mit dem Tod des Kätzchens enden.

  • Darum sollten Sie sich bei der Wahl des Züchters von folgenden Punkten leiten lassen:
  1. Gehört der Züchter einem Katzenzuchtverein an? (Die Mitgliedschaft in einem Katzenverein ist deswegen zu beachten, da sich registrierte Züchter gewisse Regeln und Pflichten unterziehen müssen. Diese Regeln beziehen sich auf das Tierschutzgesetz und dienen zum Wohle des Tieres. Diese sind z.B., dass eine Zuchtkatze innerhalb 24 Monaten nur max. 3 Würfe haben darf und das zwischen 2 Würfen ein Zeitraum von mind. 8 Monaten sein sollte, etc… (nähere Infos sind für Jedermann auf Webseiten jeglicher Vereine frei ersichtlich!)
  2. Nimmt der Züchter sich Zeit für eine ordentliche Beratung ? Geht er/sie auf Ihre Fragen ein?
  3. Klärt er sie über die Rasse und ihre Eigenheiten auf?
  4. Werden die Jungtiere in der Wohnung aufgezogen? Können sie sich in der Wohnung frei bewegen?
  5. Steht der Züchter auch nach dem Kauf als Ansprechpartner bei Fragen und Problemen zur Verfügung ?
  6. Erkundigt sich der Züchter nach ihren Verhältnissen, Vorkenntnissen in Sachen Katzenhaltung etc. ?
  • Die folgenden Punkte sollten Sie allgemein unbedingt beachten:
  1.  Das Kätzchen sollte aufgeschlossen sein und munter wirken. Es sollte gern spielen und sich nicht total verängstigt in die hinterste Ecke zurückziehen.
  2. Die Katze sollte in der Wohnung aufgewachsen sein und nicht in einem Zwinger oder Keller, wie es leider immer wieder vorkommt. In einem solchen Fall fehlen oft die erforderlichen Kontakte zu anderen Tieren oder Menschen, was sich negativ auf das Sozialverhalten auswirken kann.
  3.  Das Kätzchen sollte gesund und sauber sein. Die Augen müssen klar und dürfen auf keinen Fall verklebt sein. Die Ohren müssen ebenfalls einen sauberen Eindruck machen. (Katzen, die sich des öfteren am Kopf kratzen können von Ohrmilben befallen sein!)
  4.  Das Fell sollte gepflegt sein und sich weich und flauschig anfühlen. Schwarze Punkte im Fell deuten auf möglichen Flohbefall, Kotspuren im Fell des Afterbereiches auf eventuellen Durchfall hin.
  5. Ihr neues Kätzchen sollte nicht vor einem Alter von 12 Wochen abgegeben werden und dann bereits entwurmt und zumindest gegen Katzenschnupfen und Katzenseuche geimpft sein.

§ Der Kaufvertrag §

Wie bei jedem Kauf kommt auch beim Kauf einer Rassekatze ein Kaufvertrag zustande. Ebenfalls bei Tieren aus dem Tierheim ist meist ein Schutzvertrag zu unterzeichnen.

Kaufverträge schützen sowohl Sie, den Käufer, als auch den Züchter und Verkäufer vor evtl. bösen Überraschungen und legen klar die Rechte und Pflichten der Vertragspartner fest.

Beachten Sie bitte: Verträge sind einzuhalten!

Die gelegentlich gehörte Meinung, „ich unterschreibe erst mal, ob ich mich dann an den Inhalt halte kann sowieso niemand feststellen“, kann durchaus auch einmal „in die Hose“ gehen und dann unangenehme Folgen haben.

Es ist daher auf jeden Fall empfehlenswert, eventuelle Änderungswünsche mit dem Züchter zu verhandeln und im Kaufvertrag niederzuschreiben.

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