Rasseportrait-Maine Coon

Rasse-Kurzbeschreibung

Die Maine Coon verbindet Eleganz und Rauheit, Wildheit und Sanftheit. Sie ist eine große Katze mit halblangem Haar mit einem zottigen Fell, große Ohren und einem äußerst buschigen Schwanz. Fähig, sich in rauhen Waldgebieten und unter extremen Klimaverhältnissen selbst durchzubringen. Ein schweres Knochengerüst und kräftige Muskeln verleihen ihr außergewöhnliche Kraft.

Maine Coons entwickeln sich sehr langsam; sie sind erst nach 3-5 Jahren ausgewachsen. Kater bringen, ohne überfüttert zu sein, stolze 8-10 kg (bis 12 kg sind Ausnahmen!) auf die Waage, Weibchen immerhin 5-7 kg.

Man sollte die Maine Coon aber nicht aufgrund ihrer Größe und ihres Gewichtes beurteilen. Ohne die großen Ohren, hohen Backenknochen, starke quadratische Schnauze, den langen, kräftigen, rechteckigen Körper, die festen Beine und großen Pfoten und den extra langen Schwanz sehen die nicht wie Maine Coons aus. Der Kopf ist breit ausgebildet, mit runden Umrissen, einer breiten Schnauze. Die auffallend großen Ohren sind mit gutem Abstand hoch auf den Kopf gesetzt, niemals auf der Seite; Luchshaarbüschel und Innenbehaarung sind erwünscht. Die Augen sind groß und oval. Die Beine sollten mittlere Länge haben. Der Schwanz sollte gleich lang sein wie der Rücken vom Halsansatz bis zum Wirbelsäulenende. Das zottige Fell liegt flach; es hat sehr wenig Unterwolle. Manchmal stehen zwischen den Zehen Haarbüschel, die, wie manche glauben, das Gehen auf Schnee erleichtern.

Charakter der Maine Coon

Maine Coos sind äußerst intelligent und interessieren sich lebhaft für ihre Umgebung. Sie sind milde, liebenswürdige Kamaraden, mit denen es sich gut auskommen lässt. Sie vermitteln einen gütigen, rücksichtsvollen Eindruck.

Da sie einen hohe Reizschwelle haben, sind sie für Kinder gelassene und geduldige Spielgefährten. Trotzdem darf man nie vergessen: auch eine noch so tolerante Katze als Spielgefährte ist nicht gleich Spielzeug. Kinder müssen zuerst lernen, mit einem Tier sanft und liebevoll umzugehen. Die Aufsicht und Verantwortung ist stehts gefragt, um die Pflege und Versorgung auch garantiert sicher zu stellen.

Den Schwanz zu putzen ist für die Katze bei seiner Länge und die des Körpers nicht einfach. Manchmal windet sie den Schwanz um ein Vorderbein und arbeitet in Spiralen. Manche Maine Coons benutzen ihre Vorderpfoten wie Hände. Ihre gebogenen Krallen und Zehen sind etwas länger als bei anderen Katzen, und so können sie schmale Gegenstände wie etwa einen Bleistift hochheben und festhalten. So kann es gut vorkommen, dass Sie sich auf die Suche nach Ihrem Schlüssel, Haargummi oder gar Socken machen müssen, die Ihre Maine Coon als Spielzeug oder Beute gesehen hat und sogar versteckt haben könnte. Sie benutzen die Vorderfüße auch, um aus ihrem Futter kleine Stücke heraus zu holen und auf den Boden fallen zu lassen, ehe sie sie fressen. Sie stehen vor dem Trinken gerne mit beiden Vorderbeinen in der Wasserschüssel und mögen sogar tiefere Wasserbehälter, um die Füße mehr eintauchen zu lassen. Sie genießen Schnee und sogar das Nass werden.

 

Herkunft der Maine Coon

Cosie

Die Maine Coon, eine der größten Hauskatzen, wird oft als „sanfter Riese“ bezeichnet. Sie sieht luchsähnlich aus, ist aber von sanftem Charakter. Es handelt sich um Nord-Amerikas einzige natürliche Langhaarrasse und ist die offizielle Katze des Staates Maine.

Geschichten gibt es viele, jedoch ist ihr Ursprung unbekannt. Die große, stämmige Waldkatze ist sehr wahrscheinlich mit Einwanderern aus Europa nach Amerika gekommen. 

Ohne Zweifel gibt es diese Rasse schon lange. Ohne züchterische Einflussnahme passte sie sich an die Lebensbedingungen an. Das dichte, wasserabweisende Fell schützte sie im kalten, schneereichen Winter der Nordstaaten der USA vor der Kälte (Temp. von -10°C bis -25°C). Im heißen Sommer dagegen trägt sie ihr leichtes Sommerkleid ohne Halskragen.

Die prächtigen Exemplare wurden bereits um 1860 auf landwirtschaftlichen Schauen präsentiert. 1865 war die beste Katze der ersten offiziellen Katzenausstellung Nordamerikas im Madison Square Garden in New York ein Maine-Coon-Kastrat namens Cosie.

 

1903
1930
1942
1958

Die ersten Maine Coons wurden of verachtet. Manche Züchter bezeichneten sie als Bauern- oder Gassenkatzen. Sie hatten kein Auge für die raue Schönheit dieser Katze! In den 50-er Jahren tauchte sie als teure Importkatze in europäischen Schauhallen auf; und Anfangs der 70-er wurden die aufs neue berühmt, als sie Preise als beste Katzen der Schau gewannen. Die heutigen Maine Coons sind den anderen Rassen ebenwürdig. Früher zögerten die Richter, diese zottigen, unpolierten Katzen zu prämieren, die so anders waren als die manikürten, prächtigen Perser, bei denen jedes Haar an seinem Platz lag.

Als immer mehr exotische Katzenrassen wie Siam und Perser in die USA eingeführt wurden, schwand das Interesse für die bodenständige Provinzschönheit, und die Maine Coon geriet zunehmend in Vergessenheit. Aber seit einigen Jahren sind sie dank der sorgfältigen Arbeit der Züchter wieder hoch beliebt.

In den heutigen Katzenausstellungen sind Maine Coons oft zahlreicher als andere Rassen. Sie haben es geschafft 😉 !

 

 

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